Etappe 1 - im Frühtau zu Berge

27Sept2014

Früh um 7:30Uhr hieß es für alle die bequemen Betten zu verlassen und sich von nun an von den gelben Pfeilen am Boden und den Muschelzeichen leiten zu lassen. Den Weg verfehlen konnten wir kaum - vor und hinter uns waren (anfangs) ja auch stets andere Wanderer zu sehen. Frei geschätzt haben sich bestimmt über hundert auf den Weg gemacht.

Der Anstieg beginnt nach kurzer Zeit bereits sehr steil zu werden. Geht es erst über Asphaltstraßen, sind es manchmal auch nur steinige Wege. Bald setzt kurzzeitig etwas Regen ein...

Bereits die ersten 8 Kilometer bis zum letzten Unterschlupf sind durchaus sehr mühsam. Dafür werden wir aber stets mit einer wunderbaren Aussicht über den bereits geschafften Weg belohnt.

Je höher wir steigen, desto windiger wird es, hier bieten keine Bäume mehr Schutz. Die Hügel hier nannten wir die Schafberge, denn dies sind die einzigen, aber frei herumlaufenden Bewohner. 

Kurz vor dem ersten, zu überwindendem Pass sind wir schon ganz schön kaputt. Die ersten Blasen sind gelaufen, Schultern schmerzen vom Tragen, Finger kribbeln und Muskeln tun weh, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie haben. Entlang der spanisch-französischen Grenze geht es sich aber recht angenehm.

Nach fast sieben Stunden, an den ersten am Boden liegenden vorbei, war der letzte und höchste Pass überwunden, von nun an ging es wieder bergab. Aber wie! Unbarmherzig steil durch einen Wald. 
 

Und es zog sich und zog sich dahin, 4 Kilometer bergab sollten doch leicht sein... Und dann, nach neunanhalb Stunden ist das rettende Ende in Sicht: das Kloster Roncesvalles.