Etappe 33 - Wo sind die Koalas?

06Okt2014

Naja, zumindest haben wir sie nicht umsonst mitgenommen - unsere Regenponchos. Immer mal Nieselschauer, dann mal wieder nicht, dann wieder Regen... Da tröstet auch der Geruch von Hustenbonbons nicht mehr. Am Wegesrand stehen hier und dort kleine Eukalyptuswälder, an denen vorbei sich die Kolonne der Plastikponchos mit gen Boden gesenktem Blick voran schleppt. 

Was man hier nun auch oft sieht sind diese, wie Insektenhotels anmutende Bauten auf Stelzen. Das seien die Vorratskammern der Bauernhöfe, haben wir uns erklären lassen. Mäuse, die daran heraufklettern wollen würden, hätten es sehr schwer. 

Immerhin können wir noch für Lachen sorgen: Nein, Uwi, 'Pulpo' heißt 'Tintenfisch' und nicht 'Saft'. Da hilft auch auf Saftflaschen deuten nicht mehr. Ein glücklicher und verwirrender Tag für eine Raststättenbetreiberin. Irritiert durch das laute Lachen der Wirtin stellte sich heraus, dass Uwi immer wieder auf eine Saftflasche gedeutet hatte und Pulpo dazu sagte. Pulpo, den guten Tintenfisch, gibt es hier überall. Nunja, jetzt sitzt die Vokabel jedenfalls.

Nach 15 Kilometern reicht es uns damit für heute auch schon. Ist ja eigentlich ganz schön, wäre es doch nur nicht so nass. Was nicht so schön ist, ist Melide, der Ort in dem wir bleiben. Immerhin ist Kilometerstein 50 nun schon fast in Spuckweite.

Dieser skurrile Ort Melide hat die Season wohl schon für beendet erklärt - alle Gaststätten waren zu, immerhin gibt es einige Supermärkte. Wir machen uns nichts draus und gehen morgen weiter - hoffentlich ohne so viel Regen!