Etappe 4 - Auf nach Pamplona

01Okt2014

In unserer spartanischen Unterkunft hielt es uns heute früh nicht lange. Zu verlockend war das gut zwanzig Kilometer entfernte Pamplona. Ich finde es ganz schön gruselig, wie sehr versessen manche auf das Vorankommen sind. So wurde die benachbart liegende Frau, die sich aus Erschöpfung am Vortag schon gegen 15 Uhr zu Bett gelegt hatte, von ihrem Mann dann morgens um 6 nicht etwa mit einem lieben 'Guten Morgen, ich hoffe, es geht Dir gut? usw...' sondern mit einem "You have to get up now, we have to leave!" geweckt. Noch als die ersten Lichtstrahlen durch die Nebelschwaden in den Tälern brachen setzte sich also die Kolonne der Rucksackträger wieder in Bewegung.

nicht nur wir waren noch müde

Zunächst führte es uns wieder über schmale Pfade in dichten Wäldern, von uns die Spinnenwälder genannt, und vorbei an Wiesen und Koppeln. Ab der Mittagszeit bekamen wir die spanische Sonne aber doch noch ordentlich zu spüren.

und ja, über den Hügel mussten wir doch noch drüber

Auf den Wegen zwischen den jahrhundertealten Steinbrücken häufen sich die Botschaften der baskischen Unabhängigkeitsfreunde. Die letzten 4 Kilometer zogen sich sehr hin, führten sie uns doch nur durch die Ausläufer der ersten großen Stadt des Weges - Pamplona.

 

Endlich, das Pilgertor ist durchschritten und wir auch gut geschafft.

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